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Wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, sind die wahren Gründe oft nicht bekannt. Austrittsinterviews helfen sie an den Tag zu bringen und bewahren das Unternehmen vor Schäden. Wenn Mitarbeiter von sich aus das Unternehmen verlassen, sind die wahren Gründe oft nicht bekannt.

Gründe für Kündigungen


War es die bessere Karrierechance bei der Konkurrenz, der unerträgliche Vorgesetzte, die Monotonie der Arbeit oder ein anderer Grund? Dass ein Austrittsinterview zu den Maßnahmen der Mitarbeiterbindung gehört, scheint nur auf den ersten Blick paradox. Mit jeder Information, die man von einem scheidenden Mitarbeiter erhält, kann es gelingen, weitere Austritte zu verhindern.

Schwachpunkte erkennen und verstehen


Austrittsinterviews können personelle und organisatorische Schwachpunkte im Unternehmen sichtbar machen. Trauen sich im Unternehmen beschäftigte Mitarbeiter nicht, diese zu benennen, braucht der Mitarbeiter, der das Unternehmen verlässt, kein Blatt mehr vor den Mund zu nehmen.

Es ist dann Sache des Unternehmens, den Aussagen nachzugehen und Abhilfe zu schaffen. Besonders bei Angaben zu Personen ist selbstverständlich sensibel und genau zu prüfen, ob die im Austrittsinterview geäußerten Sachverhalte richtig sind.


Austrittsinterviews als vorgehaltener Spiegel


Besonders im kleinen Unternehmen wirkt das Austrittsinterview wie ein Spiegel, dass das Selbstbild des Unternehmens oder des Unternehmers korrigieren kann. Auch auf mitarbeitende Familienangehörige des Unternehmers, die im Regelfall von jeder Kritik unberührt sind, kann durch das Austrittsinterview ein zutreffenderes Bild projiziert werden.


Wer führt das Austrittsinterview?


Das Austrittsinterview hat nur dann einen Wert, wenn der Kandidat ehrlich und offen, aber sachlich und strukturiert Informationen preisgibt. Ist dies, bedingt durch die engen internen Verflechtungen bei einem Interview nicht zu erwarten, kann es ein probates Mittel sein, die Durchführung der Austrittsinterviews mit anschließender Anonymisierung an einen externen Dienstleister zu vergeben.